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11. Karikaturen

Worüber sollten Bürger der Kaiserzeit lachen und so zum Erwerb von Ansichtskarten bewogen werden? Bei den Männer-Karikaturen (11.1) ist die Frage unschwer zu beantworten, denn die aufs Korn genommenen Schwächen der Männer sind hier auf zwei Verhaltensweisen begrenzt: Sie trinken – „Prosit Neujahr!“ - häufig einen über den Durst (vgl. 1.2.1) und werfen gern den Blick auf „knackige“ Frauen.

Beides erregt das Mißfallen der Ehefrauen, die auf etlichen Bildpostkarten gern als böse Weiber erscheinen (11.2), die erbittert ihren betrunkenen „Spätheimkehrer“ beschimpfen und mit dem Regenschirm verhauen, wiederum mit dem Zusatz „Prosit Neujahr“.

Spöttische Hinweise auf „emanzipierte“ Damen (11.2.1) zeigen die männliche Reserviertheit gegenüber weiblicher Berufstätigkeit. Die dralle Polizistin, die „oben ohne“ gemusterte Soldatin oder die Ringerin verkörpern nicht im Ernst die wünschenswerten Berufsziele von Frauen und fungieren daher als Witzfiguren, die in gewisser Weise ebenso suspekt erscheinen, wie die an Männern interessierten Frauen. Typen aus Schwank und Posse sind in 11.2.2 versammelt, z. B. die frustrierte Alte, Klatschweiber oder die komische Dicke mit aufgeplatztem Rockbund und dem vielsagenden Motto: „Wer wird denn weinen, wenn man auseinandergeht“.
(Sabine Giesbrecht)

Kategorie Alben Bilder
11.1 Männer-Karikaturen 1 85
11.2 Spott über die Ehefrau 1 33
11.2.1 Die sogenannte Emanzipation 1 76
11.2.2 Frauenkarikaturen 1 122